DATACARE Datenpflege des Pharmagroßhandels GesmbH
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Services / FAQs / Artikelstamm
 

Fragen zum Thema 'Artikelstamm'
 
» Was ist die sog. 'Pharmazentralnummer'?
» Wie errechnet sich die Prüfziffer der Pharmazentralnummer?
» Wie verhält sich die österreichische zur deutschen Pharmazentralnummer?
» Wer verwaltet bzw. vergibt die Pharmazentralnummer?
» Wie bekommt mein Produkt eine Pharmazentralnummer, kann ich eine Pharmazentralnummer vorab reservieren?
» Ist die Zuteilung einer Pharmazentralnummer für mein Produkt durch DATACARE kostenpflichtig?
» Reicht die Meldung von Artikeländerungen/-neuanlagen an DATACARE oder muss ich diese auch dem Österreichischen Apotheker-Verlag melden?
» Muss ich Meldungen von Artikeländerungen/-neuanlagen an den Österreichischen Apotheker-Verlag auch an DATACARE übermitteln?
» Welche terminlichen Gegebenheiten muss ich bei der Meldung von Artikeländerungen/-neuanlagen beachten?
 

 
Antworten  
 
Was ist die sog. 'Pharmazentralnummer'?
  Die Pharmazentralnummer ist das primäre Identifikationskriterium (EDV-technisch gesprochen der 'primary key') für alle Produkte, die im Pharma-Bereich in Österreich gehandelt werden.
Sie wird von den beteiligten Stellen (vollsortierter Großhandel, Apotheken, Sozialversicherungsträger usw.) zur Artikelidentifikation in den jeweiligen EDV-Systemen bzw. beim Datenaustausch untereinander (z.B. Bestellwesen von Apotheken beim vollsortierten Großhandel, Rezeptabrechnung mit Sozialversicherungsträgern usw.) verwendet.
 
Die Pharmazentralnummer ist eine 7-stellige Ziffer, wobei die ersten 6 Stellen fortlaufend vergeben werden und die siebente Stelle als Prüfziffer über die ersten 6 Stellen gerechnet wird.
 
Die Pharmazentralnummer enthält keinerlei Informationen über den zugehörigen Artikel (z.B. Artikelgruppe), sie wird fortlaufend vergeben.
 
Mit '8' bzw. '9' beginnende Pharmazentralnummern (d.h. erste sechs Stellen 800000 bis 999999) sind für spezielle individuelle Verwendungszwecke reserviert und können daher nicht allgemeingültig interpretiert werden (mit '8' beginnend = Apotheken, Ämter, Behörden, Firmen; mit '9' beginnend = Pharmagroßhandel).
 
Das österreichische Pharmazentralnummernsystem ist mit dem in Deutschland verwendeten System vergleichbar (Ursprung, Bedeutung im Gesundheitswesen usw.), die Nummern werden in beiden Ländern unabhängig voneinander vergeben (in Deutschland wurde das System 2013 auf 8-stellige Pharmazentralnummern umgestellt - vorher wurden wie in Österreich 7-stellige Nummern verwendet).
In Österreich wurde das Pharmazentralnummernsystem in Anlehnung an das ehemalige deutsche System vor ca. 40 Jahren von der Firma HERBA CHEMOSAN Apotheker-AG eingeführt.
 
Wie errechnet sich die Prüfziffer der Pharmazentralnummer?
  Die siebente Stelle (Ziffer) der Pharmazentralnummer ist eine Prüfziffer, die aus den ersten 6 Stellen (Ziffern) der Pharmazentralnummer folgendermaßen berechnet wird:
Multipliziere
die 1. Ziffer mit 2,
die 2. Ziffer mit 3,
die 3. Ziffer mit 4,
die 4. Ziffer mit 5,
die 5. Ziffer mit 6,
die 6. Ziffer mit 7,
Bilde die Summe über die Produkte und dividiere diese durch 11.
Der ganzzahlige Rest dieser Division ergibt die Prüfziffer.
ACHTUNG: Bei ganzzahligem Rest 10 wird diese Pharmazentralnummer nicht verwendet.
 
Beispiel:
Pharmazentralnummer (ohne Prüfziffer): 083897
0*2 + 8*3 + 3*4 + 8*5 + 9*6 + 7*7 = 179
179/11 = 16 mit ganzzahligem Rest 3
Pharmazentralnummer mit Prüfziffer: 0838973
 
Wie verhält sich die österreichische zur deutschen Pharmazentralnummer?
  Die österreichische und deutsche Pharmazentralnummer waren bis Ende 2012 identisch bezüglich Aufbau und Verfahren für die Prüfziffernrechnung (wurden jedoch unabhängig voneinander vergeben).
 
Anfang 2013 wurde in Deutschland auf eine 8-stellige Pharmazentralnummer umgestellt, d.h. die Systeme in den beiden Ländern unterscheiden sich seitdem bezüglich der Länge der Nummer.
 
Ein Produkt, das sowohl in Österreich als auch in Deutschland am Markt ist, bekam immer in beiden Ländern eine eigene unterschiedliche Pharmazentralnummer zugeteilt.
 
Wer verwaltet bzw. vergibt die Pharmazentralnummer?
  DATACARE verwaltet das System bzw. die Nummern im Auftrag der HERBA CHEMOSAN Apotheker-AG (hat das Pharmazentralnummernsystem vor ca. 40 Jahren in Österreich eingeführt und ist daher Inhaber der Rechte an der Pharmazentralnummer).
 
Für neue Produkte wird die Pharmazentralnummer entweder durch DATACARE zugeteilt oder die Vergabe erfolgt durch die ARGE Pharma mit Sitz im Fachverband der chemischen Industrie Österreichs (FCIO) der Wirtschaftskammern Österreichs (WKO). Die Vergabe durch die ARGE Pharma ist auf deren Mitglieder für Arzneimittel im Sinne des Arzneimittelgesetzes beschränkt.
Die ARGE Pharma erhält für ihre Zuteilungsaufgaben von DATACARE vorab reservierte Blöcke von Pharmazentralnummern zur freien Verfügung.
 
Wie bekommt mein Produkt eine Pharmazentralnummer, kann ich eine Pharmazentralnummer vorab reservieren?
  Die Zuteilung der Pharmazentralnummer zu einem Produkt kann zu verschiedenen Zeitpunkten erfolgen, je nach Art des Produkts bzw. Wunsch des Herstellers/Lieferanten.
 
Ein Produkt erhält spätestens dann eine Pharmazentralnummer, wenn es in den Artikelstamm von DATACARE bzw. in eines der Warenverzeichnisse des Österreichischen Apotheker-Verlags aufgenommen wird.
 
Arzneimittel im Sinne des Arzneimittelgesetzes erhalten üblicherweise vorab die Pharmazentralnummer gemeinsam mit dem PZN-EAN-Code von der ARGE Pharma (siehe entsprechende Frage und Antwort in diesem Bereich).
 
Sie haben auch für beliebige Produkte die Möglichkeit, eine Pharmazentralnummer vorab direkt bei DATACARE zu reservieren (z.B. um diese zu Ihrem Produkt in Broschüren, Werbungen usw. anzugeben).
In diesem Zusammenhang sind folgende Varianten möglich:
- Sie reservieren sich eine/mehrere Pharmazentralnummer/n ohne Angabe, für welches Produkt Sie diese verwenden wollen,
- Sie geben bereits Produktinformationen an und lassen den Markteinführungszeitpunkt offen,
- Sie geben bereits Produktinformationen und den gewünschten Markteinführungszeitpunkt an.
In den letzten beiden Fällen garantiert Ihnen DATACARE, dass die Produktinformationen nicht vor dem von Ihnen gewünschten Markteinführungszeitpunkt an Dritte (darunter ist auch der Pharmagroßhandel zu verstehen) weitergegeben werden.
 
Ist die Zuteilung einer Pharmazentralnummer für mein Produkt durch DATACARE kostenpflichtig?
  Für die Zuteilung einer Pharmazentralnummer und die Aufnahme in den zentralen Artikelstamm werden von DATACARE keine Kosten verrechnet.
 
Reicht die Meldung von Artikeländerungen/-neuanlagen an DATACARE oder muss ich diese auch dem Österreichischen Apotheker-Verlag melden?
  Bei dieser Frage ist zu unterscheiden, ob das Produkt in einem der Warenverzeichnisse des Österreichischen Apotheker-Verlags (I, II oder III) gelistet ist oder nicht.
 
Das Produkt ist in einem der Warenverzeichnisse gelistet:
Es muss auf jeden Fall eine Meldung an den Österreichischen Apotheker-Verlag durchgeführt werden. Alle Daten in den Warenverzeichnissen (Druckwerken) - z.B. Preise - müssen aus rechtlichen Gründen durch eine direkte Meldung vom Lieferanten/Hersteller abgesichert sein.
 
Das Produkt befindet sich in keinem der Warenverzeichnisse:
Es reicht eine Meldung an DATACARE - dem Österreichischen Apotheker-Verlag werden täglich (Werktage) alle Änderungsmeldungen von DATACARE übermittelt.
 
Muss ich Meldungen von Artikeländerungen/-neuanlagen an den Österreichischen Apotheker-Verlag auch an DATACARE übermitteln?
  An sich reicht die Meldung an den Österreichischen Apotheker-Verlag, da dieser die Daten vor der monatlichen Erstellung der Warenverzeichnisse an DATACARE weitergibt.
 
Wir empfehlen jedoch, die Daten aus folgenden Gründen auch an DATACARE zu übermitteln:
- Sie erreichen dadurch eine längere Vorlaufzeit (in Bezug auf die monatliche Veröffentlichung der Daten), in der DATACARE durch das vorhandene Know How, den direkten Zugriff auf die logistischen Gegebenheiten im Pharmagroßhandel und die umfangreichen Daten in der zentralen Datenbank eventuelle Probleme zeitgerecht erkennen kann, wie z.B.
. die Vermeidung der Falschvergabe von Pharmazentralnummern (Abweichung von bereits reservierten Nummern),
. das Erkennen, ob bei Produktänderungen (Design, Name, Inhalt usw.) aus logistischen Gründen die Vergabe einer neuen Pharmazentralnummer nötig wäre,
. usw.
- DATACARE kann erkennen, ob auch Produkte betroffen sind, die nicht in einem der Warenverzeichnisse gelistet sind (z.B. Preisänderungen bei homöopathischen Produkten) und zeitgerecht die entsprechenden Änderungen vorbereiten.
 
Welche terminlichen Gegebenheiten muss ich bei der Meldung von Artikeländerungen/-neuanlagen beachten?
  Um eine zeitgerechte Verbreitung Ihrer Daten bis hin zu den EDV-Systemen des Einzelhandels (Apotheken usw.) zu gewährleisten ist es nötig, Meldungen entsprechend früh durchzuführen.
 
Das Datenservice für den Einzelhandel bzw. die Auflage der Warenverzeichnisse des Österreichischen Apotheker-Verlags erfolgt monatlich mit entsprechender Vorlaufzeit, d.h. Meldungen können ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr in das Datenservice bzw. Druckwerk aufgenommen werden.
Folgende Termine sind zu beachten:
- Der Österreichische Apotheker-Verlag veröffentlicht einen monatlich wechselnden Redaktionsschluss (ca. 5. bis 10. des Monats abhängig von der Lage der Wochenenden und Feiertage). Alle Meldungen nach diesem Zeitpunkt können nicht mehr in das Datenservice / Warenverzeichnis zum nächsten Monatsersten aufgenommen werden.
- Für das monatliche Datenservice von DATACARE an den Einzelhandel können noch Meldungen berücksichtigt werden, die bis ca. 1½ Wochen vor dem Monatsende bei DATACARE einlangen.
 
Für die beim Pharmagroßhandel geführten Daten gibt es keine terminlichen Einschränkungen, da die Datenweitergabe durch DATACARE täglich erfolgt.

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