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Services / FAQs / Strichcodierung
 

Fragen zum Thema 'Strichcodierung'
 
» Welcher Strichcode wird in Österreich für Arzneimittel verwendet?
» Wie erfolgt die Vergabe des Strichcodes für Arzneimittel?
» Was ist der sog. PZN-Strichcode?
» Welche Strichcode-Typen kann DATACARE verwalten?
» Ich möchte ein bereits international am Markt befindliches Produkt auch in Österreich anbieten. Brauche ich eine spezielle Strichcode-Auszeichnung?
» Wie errechne ich die Prüfziffer einer GTIN (z.B. EAN-13)?
» Ich habe bisher keine Strichcodes verwendet. Was muss ich tun, um für meine Produkte Strichcodes erzeugen zu können?
 

 
Antworten  
 
Welcher Strichcode wird in Österreich für Arzneimittel verwendet?
  Zur Strichcodierung von Arzneimitteln wird in Österreich der sog. PZN-EAN-Code (Strichcode des Typs 'EAN-13') verwendet.
 
Folgende Voraussetzungen müssen für die Auszeichnung mit dem PZN-EAN-Code gegeben sein:
- es handelt sich um ein Arzneimittel im Sinne des Arzneimittelgesetzes (d.h. das Produkt kann in das Warenverzeichnis I oder II des Österreichischen Apotheker-Verlags aufgenommen werden),
- das auszeichnende Unternehmen ist Mitglied bei GS1 Austria,
- das auszeichnende Unternehmen ist Mitglied bei der ARGE Pharma im Fachverband der chemischen Industrie Österreichs (FCIO) der Wirtschaftskammern Österreichs (WKO).
 
Der PZN-EAN-Code hat folgenden Aufbau:
 
90 8888 xxxxxx y
90 Länderkennzahl 'Österreich'
8888 Kennung 'ARGE Pharma'
xxxxxx Pharmazentralnummer des Produkts (erste 6 Stellen)
y EAN-13 - Prüfziffer
 
Beispiel:
 
Pharmazentralnummer des Produkts
 
2444238
Zugehöriger PZN-EAN-Code 9088882444236
PZN-EAN
 
Bemerkung: Wie in diesem Beispiel ersichtlich ist, muss die Prüfziffer der Pharmazentralnummer (im konkreten Fall '8') nicht mit jener der EAN-13 (im konkreten Fall '6') übereinstimmen.
 
Hinweis: Der in Österreich verwendete PZN-EAN-Code ist das Pendant zu dem in Deutschland gebräuchlichen PZN-Code mit der Einschränkung, dass in Österreich nur Arzneimittel auf diese Art und Weise ausgezeichnet werden.
 
Wie erfolgt die Vergabe des Strichcodes für Arzneimittel?
  Die Vergabe der Strichcodes für Arzneimittel ('PZN-EAN-Code') erfolgt durch die ARGE Pharma im Fachverband der chemischen Industrie Österreichs (FCIO) der Wirtschaftskammern Österreichs (WKO)
 
Vorausgesetzt Sie sind Mitglied bei GS1 Austria und der ARGE Pharma und Sie wollen ein Arzneimittel laut Arzneimittelgesetz mit einem Strichcode auszeichnen, können Sie bereits frühzeitig einen PZN-EAN-Code samt zugehöriger Pharmazentralnummer bei der ARGE Pharma anfordern und diesen Strichcode auf Ihren Packungen aufdrucken, bevor die tatsächliche Markteinführung des Produkts erfolgt.
 
Achtung: Wenn Sie bereits - wie im oben beschrieben Fall - vorab eine Pharmazentralnummer für Ihr Produkt bekommen haben, führen Sie diese bei den späteren Meldungen betreffend Neueinschaltung (z.B. an den Österreichischen Apotheker-Verlag) immer beim Produkt an, um eine eventuelle Neuvergabe einer von der ursprünglichen Nummer abweichenden Pharmazentralnummer zu vermeiden.
 
Was ist der sog. PZN-Strichcode?
 
 
Der PZN-Strichcode (siehe nebenstehende Abbildung) ist die in Deutschland gebräuchliche Form der Auszeichnung von apothekenpflichtigen und apothekenexklusiven Produkten und bildet die für Deutschland von der IFA GmbH (Informationsstelle für Arzneispezialitäten) vergebene Pharmazentralnummer ab (im Beispiel '01234562').
PZN-Code
  Diesen Code findet man häufig auf pharmazeutischen Produkten, die sowohl in Deutschland als auch in Österreich mit der gleichen Verpackung im Handel sind. Vielfach ist in diesen Fällen neben dem PZN-Strichcode auch ein EAN-Code (z.B. EAN-13) am Produkt vorhanden.
 
Seit 2013 (Umstellung auf eine 8-stellige Pharmazentralnummer in Deutschland) enthält der Code wie oben dargestellt diese 8-stellige Pharmzentralnummer (PZN). In einer Übergangsfrist bis Ende 2019 kann auf Packungen auch noch die vorherige 7-stellige PZN in diesem Code abgebildet sein (um daraus die 8-stellige PZN abzuleiten, ist vorne eine '0' zu ergänzen).
 
Technisch gesehen handelt es sich bei PZN-Strichcode um einen Strichcode vom Typ 'Code 39'. Dieser Code kann von allen handelsüblichen Scannern gelesen werden, die Scannerschnittstelle liefert - in Abweichung zum Text unter dem Code - die Pharmazentralnummer mit einem vorangestellten Minus-Zeichen (im obigen Beispiel '-01234562').
 
Hinweis: Der PZN-Strichcode ist kein Code im Sinne der GS1-Organisation und kann daher beim Datenaustausch über EANCOM® (Pharma EDI) nicht zur Artikelidentifikation verwendet werden.
 
Welche Strichcode-Typen kann DATACARE verwalten?
  DATACARE kann (zur Zeit) folgende Typen von Strichcodes in seinen Datenbanken verwalten:
 
GTIN-8 8-stellig, als EAN-8 am Produkt
GTIN-12 12-stellig, als UPC-A am Produkt
GTIN-13 13-stellig, als EAN-13 am Produkt
GTIN-14 14-stellig, z.B. für Transporteinheiten
PZN-Code deutscher PZN-Code, sowohl mit 7-stelliger als auch 8-stelliger PZN
 
Ich möchte ein bereits international am Markt befindliches Produkt auch in Österreich anbieten. Brauche ich eine spezielle Strichcode-Auszeichnung?
  Hier ist zu unterscheiden, ob es sich bei dem Produkt um ein in Österreich registrierungspflichtiges Arzneimittel handelt oder nicht.
 
Arzneimittel:
Als Strichcode für Arzneimittel wird in Österreich der sog. 'PZN-EAN-Code' verwendet (GTIN-13 beginnend mit '908888' - siehe die entsprechende Beschreibung weiter oben). Die Verwendung dieses Codes ist Marktstandard, es gibt jedoch keine gesetzliche Vorschrift zur Verwendung dieses Codes, wie z.B. in Deutschland die Angabe der Pharmazentralnummer.
 
Kein Arzneimittel:
Für in Österreich nicht dem Arzneimittelbereich zugeordnete Produkte (z.B. Nahrungsergänzungsmittel usw.) besteht keine Notwendigkeit, einen speziellen Code auf der Packung aufzubringen. Falls das Produkt bereits einen gängigen Strichcode trägt (z.B. EAN-13), kann dieser in Österreich problemlos verwendet werden. Es gibt in Österreich keine Vorschrift wie in Deutschland, die Pharmazentralnummer (PZN-Code) auf das Produkt aufzubringen. Produkte, die außer dem deutschen PZN-Code keinen Code aufgebracht haben, können ebenfalls in Österreich ohne Probleme gehandhabt werden (Codelesung in Apotheken usw.). Bitte generieren Sie auf keinen Fall einen PZN-Code nach deutschem Muster, in dem die österreichische Pharmazentralnummer verschlüsselt ist - dies kann zu großen Problemen (Verwechslung von Produkten) führen.
 
Wie errechne ich die Prüfziffer einer GTIN (z.B. EAN-13)?
  GS1 Austria bietet auf seiner Webseite ein Service zur Berechnung der Prüfziffer von GS1-Identifikationsnummern:
 
www.gs1.at/gs1-services/pruefziffernberechnung
 
Ich habe bisher keine Strichcodes verwendet. Was muss ich tun, um für meine Produkte Strichcodes erzeugen zu können?
  Sie müssen Mitglied von GS1 (als österreichisches Unternehmen GS1 Austria) werden. Auf der Webseite von GS1 Austria (www.gs1.at) finden Sie alles Wissenswerte rund um die Verwendung von Strichcodes ('Was brauche ich, um ...' auf der Hauptseite) sowie im Download-Bereich die entsprechenden Antragsformulare usw.

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